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Kaiserschnitt


Die Geburt Ihres Kindes ist für ein Paar ein intensives gemeinsames Erlebnis. Soweit möglich wollen wir Ihnen auch im Falle der Kaiserschnittgeburt dazu verhelfen, die Geburt gemeinsam erleben zu können.

Die Vorbereitung zum Kaiserschnitt

Wie vor jeder Operation sind nach den Gesprächen zur Operationsaufklärung Unterschriften zur Einwilligung erforderlich. Als Operationsvorbereitung werden im Operationsgebiet die Schamhaare rasiert und Antithrombosestrümpfe angezogen.

Sie werden im Bett in den Operationstrakt gebracht. Ihr Partner zieht zum Betreten des OP-Traktes über seine Kleidung einen weißen Schutzanzug. Zusätzlich erhält er eine grüne OP-Haube und einen Mundschutz. Er wartet dann in einem Vorraum, bis die Operationsvorbereitungen abgeschlossen sind.

 

Die Spinalanästhesie

Auf dem Operationstisch wird nach örtlicher Betäubung die Regionalanästhesie in den Spinalkanal hinein gegeben, so daß Sie im unteren und mittleren Bauchbereich keine Schmerzen mehr verspüren.

"Bonding" - der erste ungestörte Kontakt zwischen Eltern und Neugeborenem

Die erste Phase der Bindungsentwicklung – im Englischen „Bonding“ genannt, wirkt sich unmittelbar auf den Stillerfolg, die Stilldauer und die emotionale Stabilität von Mutter und Kind aus.

Bonding ist die erste Gefühlsverbindung die Eltern zu ihrem Kind entwickeln. Wie beim Verlieben zwischen Mann und Frau sind die ersten Minuten, Stunden und Tage nach der Geburt verbunden mit dem Bedürfnis nach Berührung, Nähe, Kuscheln, Küssen und das Kind zu beschützen. Aber auch Angst vor Verlust und Trennung prägen diese erste Zeit.

Wie sieht Bonding im Idealfall aus? Das Baby wird unmittelbar nach der Geburt in Hautkontakt mit der Mutter und / oder dem Vater gebracht, kurz abgetrocknet und nach einer kurzen Begutachtung des Gesundheitszustandes mit einem warmen Handtuch zugedeckt. Gedämpftes Licht, ruhige Atmosphäre, kein Umherlaufen ermöglichen ein ungestörtes Zusammensein von Mutter, Vater und Kind für ca. 1-2 Stunden. Die Hebamme bleibt in Rufnähe. Erst danach sollte die übliche Krankenhausroutine von z.B. Wiegen, Messen und die ersten Vorsorge (U1) ausgeführt werden. Für die Gesundheit und das Wohlergehen von Mutter und Kind ist dieser erste Kontakt sehr wichtig und bedarf keiner teuren Apparate, besonderer Medikamente oder Handgriffe.

Welche Vorteile hat das Bonding für das Kind und die Eltern?

Studien belegen dass Babys mit ununterbrochenem Hautkontakt 90 Minuten nach der Geburt signifikante höhere Blutzuckerwerte und Körpertemperatur aufweisen. Es ist der optimale Start für eine gute Stillbeziehung und minimiert Stillprobleme. Die Babys sind ruhiger, entspannter und weinen weniger. Die mütterliche Bakterienflora besiedelt das Kind, so dass Klinikkeime weniger Chancen haben sich auszubreiten. Die Mutter-Kind Bindung wird in hohem Maß gefördert.

Spezielle Hinweise für den Partner

Das Betreten und Verlassen des OP-Bereiches erfolgt nur in Begleitung von medizinischem Personal. Weisungen sind hierbei zu befolgen. Auf eventuell auftretende medizinische oder psychische Probleme kann während der Operation nur eingeschränkt Rücksicht genommen werden. Daher muß der Partner die Verantwortung für mögliche Folgen selbst tragen, beispielsweise wenn er ohnmächtig wird und sich beim Sturz eine Verletzung zuzieht.

Auf Weisung des die Narkose oder die Operation leitenden Arztes muß ggf. der OP-Bereich verlassen werden.

Die Vorbereitung auf den geplanten Kaiserschnitt

Eine spezielle Vorbereitung für das Erlebnis "Kaiserschnitt" ist nicht erforderlich. Ein Gespräch hierüber ist im Vorfeld sicher sinnvoll. Es kann in der vorgeburtlichen Besprechung zusammen mit der Terminabsprache zum Kaiserschnitt erfolgen.

In welcher Situation kann der Partner beim Kaiserschnitt nicht dabeisein?

In Notfallsituationen, in denen es auf jede Minute ankommt, haben wir keine Zeit, auch den Partner zu begleiten und anzuleiten.

Sollte eine Vollnarkose gewünscht oder erforderlich sein (wie bei Notfällen) ist ein gemeinsames Geburtserleben in diesem Sinne nicht möglich.

Verständlicherweise wollen viele Partner nicht mit in den OP. Es ist nicht sinnvoll, den Partner zu überreden.

In allen diesen Situationen kommt die Hebamme mit dem Kind zum wartenden Partner in den Kreißsaal. Hier kann dann ausgiebig gekuschelt werden.

Besuchszeit: Täglich von 8 bis 20 Uhr

Kontakt

AGAPLESION EVANGELISCHES KRANKENHAUS HOLZMINDEN gGmbH
Frauenklinik

Chefarztsekretariat
Franziska Fiedler

Forster Weg 34
37603 Holzminden
T (05531) 705-309
F (05531) 705-186
franziska.fiedlerthis is not part of the email@ NOSPAMevk-holzminden.de

 

IHR ÄRZTETEAM

Dr. med. Henning Grastorf

Dr. med. Henning Grastorf

Chefarzt Frauenklinik

Dr. med. Christine Grastorf

Dr. med. Christine Grastorf

Oberärztin Frauenklinik