Geburtserleichterung
Der Wehenschmerz
Wehen entstehen durch die Ausschüttung von körpereigenen Hormonen. Hierbei zieht sich die Gebärmutter regelmäßig zusammen und schiebt so das Kind durch den Muttermund und den Geburtskanal. Einwirkungen anderer Hormone verbessern die Dehnungseigenschaften des Muttermundes und der Scheide.
Körpereigene Stoffe sorgen dafür, dass die Schmerzempfindungen unter der Geburt und der Dehnungsschmerz am Muttermund herabgesetzt sind.
Wenn dieses nicht ausreicht, um den Wehenschmerz genügend zu mindern, können wir Ihnen mit Zuwendung, Beistand und alternativen und medizinischen Mitteln helfen.
Zuwendung und Beistand
Unsere Hebammen begleiten Sie nach Kräften unter der Geburt, um Ihnen Sicherheit zu geben, Sie bei Bedarf zu massieren und zum richtigen Zeitpunkt ein Entspannungsbad anzubieten. Bewegung unter der Geburt, verschiedene Positionen und Lageänderungen beeinflussen den Geburtsablauf positiv und erleichtern Ihnen letztlich ihre Geburt. Viele Frauen können im warmen Wasser besser entspannen und entscheiden sich für eine Wassergeburt. Hilfreich ist es, einen Geburtsvorbereitungskurs besucht zu haben, wenn auch ein Geburtsvorbereitungskurs keine Garantie für eine schmerzarme Geburt ist.
Für viele Frauen ist es wichtig zur Geburt vom Partner begleitet zu werden.
Er kann dann, insbesondere wenn Sie eine gemeinsame Geburtsvorbereitung besucht haben, beispielsweise durch Zuwendung und Massage dazu beitragen, dass Sie sich besser entspannen können.
Allein die Begleitung durch eine vertraute Person z.B. auch eine Freundin trägt oft schon zum Wohlergehen bei.
Homöopathie
Pflanzenextrakte in äußerst geringen Mengen angewandt können die natürlichen Abläufe verbessern.
Sofern Sie für das Thema Homöopathie zugänglich sind, bieten wir Ihnen homöopathische Medikamente für die verschiedenen Phasen und Situationen unter der Geburt an.
Akupunktur
Hierbei wird mit dünnen Nadeln an speziellen Punkten ein Reiz gesetzt, um so das Schmerzempfinden unter der Geburt herabzusetzen. Besonders günstig wirkt sich Akupunktur aus, wenn Sie sie bereits im Vorfeld kennen gelernt haben. Einige Hebammen bieten dazu einen speziellen Kursus an. Wenn Sie eine Geburtserleichterung unter der Geburt durch Akupunktur wünschen, sollten Sie möglichst früh in die Klinik kommen, denn Akupunktur kann die volle Wirkung am Besten entfalten, wenn sie schon frühzeitig angewendet wird. Aber auch zu einem späteren ist die Anwendung möglich. Auch bei Beschwerden im Wochenbett kann Akupunktur hilfreich eingesetzt werden.
Medikamente
In Einzelfällen ist es unvermeidlich krampflösende Medikamente zu geben, wenn beispielsweise die Entspannung des Muttermundes nicht ausreichend ist. Wir setzen Medikamente unter der Geburt äußerst zurückhaltend ein. Nach Möglichkeit beschränken wir uns auf ein krampflösendes Medikament, welches keine negativen Auswirkungen auf das Kind hat.
Periduralanästhesie
Bei der Periduralanästhesie wird ein kleines Plastikschläuchlein in die Nachbarschaft der schmerzleitenden Fasern geschoben, ohne dass der Bereich in dem diese verlaufen angestochen wird. Über dieses Schläuchlein werden die Medikamente gegeben.
Nach entsprechender Aufklärung wird die Periduralanästhesie durch einen Narkosearzt oder Kreißsaalarzt gelegt. Die Risiken sind hierbei äußerst gering.
Der Vorteil für Sie ist, dass hiermit eine weitest gehende Schmerzfreiheit erreicht wird. Besonders bei sehr lange dauernden und sehr schmerzhaften Geburten wird auch der Geburtsverlauf günstig beeinflusst. Die Muttermundseröffnung geht schneller voran, und der Geburtsschmerz lässt deutlich nach.
Das Geburtserlebnis
Wenn Sie Medikamente unter der Geburt benötigen, eine PDA gelegt werden muss oder andere Ereignisse auftreten mit denen Sie nicht gerechnet haben, hat das nichts mit "Versagen" oder besonderer "Schmerzempfindlichkeit" zu tun.
Geburtenverläufe sind unvergleichlich. Sie können schnell und übermächtig, im Ablauf sehr langsam und ermüdend und damit ganz unterschiedlich schmerzhaft sein. Geburten sind genauso verschieden wie die Kinder die geboren werden und so verschieden wie wir als Eltern auch sind. Man sollte Geburten nicht vergleichen sondern die eigene erlebte Geburt annehmen.
Mit der vorgeburtshilflichen Besprechung, mit den Geburtsvorbereitungskursen, durch Gespräche unter der Geburt, werden wir uns bemühen Ihnen ein positives Geburtserlebnis zu ermöglichen.
Letztlich soll auch die Gestaltung der Räume einen positiven Beitrag dazu leisten.
Besuchszeit: Täglich von 8 bis 20 Uhr


