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Kontakt

Natali Kornelsen

Chefärztin der Frauenheilkunde

Tel. (05531) 705-309

Fax (05531) 705-186

n.kornelsen@evk-holzminden.de

Foto: Natali  Kornelsen

Kaiserschnitt

Die Geburt ist für ein Paar ein intensives gemeinsames Erlebnis. Soweit möglich wollen wir Ihnen auch im Falle der Kaiserschnittgeburt dazu verhelfen, die Geburt gemeinsam erleben zu können.

Die Vorbereitung zum Kaiserschnitt

Wie vor jeder Operation sind nach den Gesprächen zur Operationsaufklärung Unterschriften zur Einwilligung erforderlich. Als Operationsvorbereitung werden im Operationsgebiet die Schamhaare rasiert, ein Katheter gelegt und Antithrombosestrümpfe angezogen.

Sie werden im Bett in den Operationstrakt gebracht. Ihr Partner zieht zum Betreten des OP-Traktes über seine Kleidung einen weißen Schutzanzug. Zusätzlich erhält er eine grüne OP-Haube und einen Mundschutz. Er wartet dann in einem Vorraum bis die Operationsvorbereitungen abgeschlossen sind.

Die Spinalanästhesie

Auf dem Operationstisch wird nach lokaler Betäubung die Regionalanästhesie in den Spinalkanal hinein gegeben, so daß Sie im unteren und mittleren Bauchbereich keine Schmerzen mehr verspüren.

Der Kaiserschnitt

Zunächst wird das Operationsgebiet desinfiziert und sie werden mit OP-Tüchern abgedeckt. Sind die Vorbereitungen abgeschlossen, wird Ihr Partner hereingeholt und setzt sich an Ihr Kopfende.
Es dauert nur wenige Minuten bis zur Geburt Ihres Kindes. Nach schonender Eröffnung der Bauchdecke und der Gebärmutter wird etwas auf Ihren Bauch gedrückt, um die Entwicklung Ihres Kindes zu erleichtern. Nach dem Durchtrennen der Nabelschnur wird es zunächst der Hebamme übergeben. In diesem Moment erleben Sie oft schon den ersten Schrei.

Ihr Kind wird abgetrocknet und die Vitalität wird überprüft. Dann erhalten Sie Ihr Kind in die Arme und können zusammen mit Ihrem Partner den Moment genießen. Derweil wird schon begonnen, Ihren Bauch wieder zu verschließen.
Im weiteren Verlauf geht Ihr Partner mit Kind und Hebamme in den Kreißsaal. Dort wird es gemessen und gewogen. Ihr Partner hat ausgiebig Zeit mit dem Kind zu kuscheln, bevor es angezogen wird.

Nach Beendigung des Eingriffs werden Sie wieder aus dem OP-Trakt auf die Entbindungsabteilung gebracht. Dort haben Sie und Ihr Partner Ruhe und Zeit für Ihr Kind und können es das erste Mal anlegen. Geschwisterkinder können gerne dazukommen.

Spezielle Hinweise für den Partner:

Das Betreten und Verlassen des OP-Bereiches erfolgt nur in Begleitung von medizinischem Personal. Weisungen sind hierbei zu befolgen. Auf eventuell auftretende medizinische oder psychische Probleme kann während der Operation nur eingeschränkt Rücksicht genommen werden. Daher muß der Partner die Verantwortung für mögliche Folgen selbst tragen, beispielsweise wenn er ohnmächtig wird und sich beim Sturz eine Verletzung zuzieht.

Auf Weisung des die Narkose oder die Operation leitenden Arztes muß ggf. der OP-Bereich verlassen werden.

Die Vorbereitung auf den geplanten Kaiserschnitt

Eine spezielle Vorbereitung für das Erlebnis "Kaiserschnitt" ist nicht erforderlich. Ein Gespräch hierüber ist im Vorfeld sicher sinnvoll. Es kann in der vorgeburtlichen Besprechung zusammen mit der Terminabsprache zum Kaiserschnitt erfolgen.

In welcher Situation kann der Partner beim Kaiserschnitt nicht dabeisein?

In Notfallsituationen, in denen es auf jede Minute ankommt, haben wir keine Zeit, auch den Partner zu begleiten und anzuleiten.

Sollte eine Vollnarkose gewünscht oder erforderlich sein (wie bei Notfällen) ist ein gemeinsames Geburtserleben in diesem Sinne nicht möglich.

Verständlicherweise wollen viele Partner nicht mit in den OP. Es ist nicht sinnvoll, den Partner zu überreden.

In allen diesen Situationen kommt die Hebamme mit dem Kind zum wartenden Partner in den Kreißsaal. Hier kann dann ausgiebig gekuschelt werden.

Besuchszeit: Täglich von 8 bis 20 Uhr