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Natali Kornelsen

Chefärztin der Frauenheilkunde

Tel. (05531) 705-309

Fax (05531) 705-186

n.kornelsen@evk-holzminden.de

Foto: Natali  Kornelsen

Harninkontinenz - ein vermeidbares Frauenproblem?!

MVZ Holzminden  Hr. El-Sourani

Beratungsstelle der deutschen Kontinenzgesellschaft

Unwillkürlicher Urinverlust belastet viele Frauen im Alltag. Etwa jede 3. Frau wird laut Statistik im Laufe ihres Lebens harninkontinent.
Dieser Verlauf ist nicht schicksalhaft  vorprogrammiert.  Rückbildungsgymnastik nach der Geburt, Beckenbodengymnastik insbesondere, wenn man eine  Disposition zu Senkungszuständen hat, tragen  zur Vermeidung von Inkontinenz bei.
Sind bereits Symptome aufgetreten  haben viele Frauen nicht den Mut  darüber mit ihrem Arzt/ Ärztin  zu sprechen.  Vielleicht fehlt auch die Zuversicht, dass es Möglichkeiten zur Hilfe gibt.
Physiotherapie (Krankengymnastik), Medikamente und letztlich auch Operationen bieten therapeutische Möglichkeiten. Eine Operation sollte erst, wenn andere Möglichkeiten ausgeschöpft sind und wenn  Erfolgsaussicht besteht, durchgeführt werden. Moderne Operationsverfahren wie z.B. TVT ermöglichen dabei oft den Erhalt der Gebärmutter und können sogar in Lokalbetäubung durchgeführt werden..
Es lassen sich verschiedene Formen der Inkontinenz unterscheiden, die in ihrer Entstehung verschiedene Ursachen haben, sich  in den Symptomen unterscheiden und letztlich auch unterschiedlicher Therapien  bedürfen.

Die Belastungsinkontinenz:

Die Belastungsinkontinenz oder von Medizinern auch „ Streßinkontinenz“ genannt ist die häufigste Form der Inkontinenz.
Ursachen: Hier sind schwere körperliche Belastungen, Übergewicht aber auch Geburten und Operationen zu nennen. Verstärkt wird die Symptomatik durch schwaches Bindegewebe und im Klimakterium durch Hormonmangel.
Symptome: Die Belastungsinkontinenz ersten Grades zeigt sich, indem beim Lachen, Husten, Niesen, Pressen oder sportlicher Aktivität Urin abgeht. Tritt Urinverlust bereits beim Gehen oder Treppensteigen auf besteht eine Inkontenz zweiten Grades. Beim Urinverlust in Ruhe besteht eine Inkontinenz dritten Grades.
Therapie: In der Behandlung dieser In-kontinenz steht die Physiotherapie mit der entsprechenden Beckenbodengymnastik im Vordergrund. Es gibt auch Möglichkeiten der Behandlung mit Gewichten für die Scheide den Vaginalkonen. Bei Hormonmangel erfolgt, die lokale Gabe von Östrogenen.
Wenn die Erfolge der krankengymnastischen wie auch hormonellen Behandlung nicht ausreichend sind, besteht die Indikation zur Operation.
Die Erfolgsaussichten eine Heilung zu erreiche sind hoch.

Die Dranginkontinenz:

Diese Inkontinenz wird  ärztlicherseits als „Urge-Inkontinenz" bezeichnet.
Ursachen: Psychische Belastungssituationen, chronische Entzündungen und Begleiterkrankungen wie Diabetes und neurologische Erkrankungen können zur Dranginkontinenz führen.  
Symptome: Bei der Dranginkontinenz kommt es mit dem Verspüren des Harndranges  auch sehr schnell zum nichtbeeinflussbaren Urinabgang.
Behandlung: Die Behandlung dieser Inkontinenz ist deutlich schwieriger als die Behandlung der Belastungsinkontinenz.  Nach Differenzierung der Unterformen der Dranginkontinenz durch urodynamische Untersuchung wird ein Therapieplan aufgestellt. Meist steht  die medikamentöse Behandlung im Mittelpunkt. Begleitend kann eine Verhaltenstherapie kombiniert mit  Physiotherapie sinnvoll sein. Eventuell kann zusätzlich eine Elektrostimulationsbehandlung hilfreich sein.

Mischformen der Inkontinenz:

Häufig finden sich auch Mischformen der beiden oben genannten Harninsuffizienzen. Dann ist ein genauer Therapieplan erforderlich, der alle Ursachen, Begleiterkrankungen und ihr Alter mit einbezieht.

Diagnostischer Untersuchungsgang:

Im Vorfeld sollte der Hausarzt auf Blasenentzündung, Diabetes und neurologische Erkrankungen untersuchen. Zu uns mitgebracht werden sollten vorhandene Befunde, eine Aufstellung der bisherigen Behandlung und eine Liste der jetzigen Medikation.
Neben der üblichen frauenärztlichen Untersuchung führen wir eine spezielle Ultraschalluntersuchung durch, um Veränderungen des Beckenbodens und eine  Verlagerung der Organe unter Belastung zu erkennen. Die anschließende  urodynamische Untersuchung kontrolliert die Blasen und Harnröhrenfunktion.
Nachdem diese Diagnostik abgeschlossen ist, können wir einen Behandlungsvorschlag mit Ihnen besprechen.

MVZ Holzminden Hr. El-Sourani
Forster Weg 34
37603 Holzminden

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Di und Do 08.00-12.00 und 14.00-18.00