• Unsere Werte verbinden

Fehlgeburt und Totgeburt

 

Warum?

Warum ich, warum trifft es uns? Wir haben doch alles getan, wir haben uns doch auf das Kind gefreut! Haben wir etwas falsch gemacht? Nachdem man die Diagnose erfahren hat, kreisen die Gedanken um das Warum. Oft kommen Selbstvorwürfe hinzu, die fast immer unbegründet sind. Eine Untersuchung des Kindes durch den Pathologen, manchmal auch eine Chromosomenanalyse, kann bei der Suche nach den Ursachen weiterhelfen und kann deswegen in Erwägung gezogen werden.

Die Trauer

Wenn man erfahren hat, dass das Kind nicht mehr lebt, möchten viele alles schnell in Narkose hinter sich bringen. Im Gegensatz hierzu wissen wir, dass die seelische Verarbeitung leichter ist, wenn man Gelegenheit hatte, das Kind zu sehen und in den Arm zu nehmen, um sich verabschieden zu können.

Wir werden Ihnen bei der Trauerarbeit nach unseren Kräften helfen, z.B. durch die Anfertigung von Fotos und anderen Erinnerungsstücken.

Wichtig ist es, die Traurigkeit anzunehmen und nicht zu verdrängen.

Fehlgeburt

Nach dem meist notwendigen operativen Eingriff haben Sie die Möglichkeit von Ihrem Kind Abschied zu nehmen. In die dann kommende Leere hinein stellt sich die Frage, wo bleibt mein Kind? Falls eine Untersuchung zur Ursachenklärung sinnvoll ist, erfolgt diese im Pathologischen Institut. Falls von Ihnen nicht anders gewünscht, erfolgt die Beerdigung durch eine Sammeleinäscherung mit nachfolgender Urnenbestattung. Auf ihren Wunsch kann Ihr Kind unabhängig davon, ob es untersucht worden ist, individuell auf dem Friedhof an der Allersheimer Straße beerdigt werden. Die Möglichkeit der Bestattung auf einem anderen Friedhof müßte mit der jeweiligen Friedhofsverwaltung abgesprochen werden. Die Kosten sind mit der jeweiligen Friedhofsverwaltung zu klären.
Die anonyme Sammelbestattung auf dem hiesigen Friedhof im Auftrag des Evangelischen Krankenhauses ist kostenlos. Die Sammelbestattung findet zweimal im Jahr statt. Der jeweilige Termin kann über das Chefarztsekretariat erfragt werden.

Totgeburt

Ablauf der Geburt
Nach Möglichkeit sollte die Geburt als normale Geburt erfolgen. Wir betreuen Sie intensiv durch Zuwendung und soweit von Ihnen gewünscht, erhalten Sie eine Schmerzbekämpfung. Ihr Partner oder auch eine andere Bezugsperson kann Sie begleiten. Nach der Geburt haben Sie Zeit, Ihr Kind kennenzulernen und in den Arm zu nehmen. Zum Abschiednehmen bringen wir es Ihnen gerne auch am nächsten Tag. Sie entscheiden, ob das Kind hinsichtlich der Todesursache untersucht werden soll.

Formalitäten
Ihr Kind ist meldepflichtig wenn es mehr als 500g gewogen hat. Es erhält Vor- und Zunamen und wird in das Stammbuch eingetragen. Sie beauftragen ein Bestattungsunternehmen. Die Bestattung erfolgt auf dem Friedhof Ihrer Gemeinde.

Gespräch mit dem Arzt

Viele Fragen kann man nicht gleich stellen, sind vielleicht auch nicht gleich zu beantworten. Wir bieten Ihnen deshalb an, später, wenn alle Untersuchungsergebnisse vorliegen, ein Gespräch über das Erlebte, die Abläufe und auch die Ursachen mit uns zu führen. Rufen Sie hierzu im Chefarztsekretariat an.

HILFEN

Im Krankenhaus leisten Ihnen die Ärzte, Hebammen, Schwestern und ggf. der Krankenhausseelsorger Beistand. Darüber hinaus sollten Sie sich an eine der Selbsthilfegruppen wenden.

Bücher zu diesem Thema

Gute Hoffnung - jähes Ende.
von Hannah Lothrop
ISBN: 3466343895

Nur ein Hauch von Leben.
von Gottfried Lutz, Barbara Künzer-Riebel
ISBN: 3780609517

Besuchszeit: Täglich von 8 bis 20 Uhr

Kontakt

AGAPLESION EVANGELISCHES KRANKENHAUS HOLZMINDEN gGmbH
Frauenklinik

Chefarztsekretariat
Franziska Fiedler

Forster Weg 34
37603 Holzminden
T (05531) 705-309
F (05531) 705-186
franziska.fiedlerthis is not part of the email@ NOSPAMevk-holzminden.de

 

IHR ÄRZTETEAM

Dr. med. Henning Grastorf

Dr. med. Henning Grastorf

Chefarzt Frauenklinik

Dr. med. Christine Grastorf

Dr. med. Christine Grastorf

Oberärztin Frauenklinik