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Voruntersuchungen


Sehr geehrte Patientin,

Vielleicht gehören Sie zu den Menschen, die eine Schwangerschaft bewusst planen oder sich auf die Möglichkeit vorbereiten wollen. Für Sie stellt sich die Frage, inwieweit es Möglichkeiten gibt, Risiken durch Maßnahmen und Untersuchungen bereits vor der Schwangerschaft zu reduzieren.

Erbkrankheiten in der Familie

Die meisten Erkrankungen von denen in der Familie gesprochen wird, sind keine wirklichen Erbkrankheiten. Sollte doch der Verdacht auf eine Erbkrankheit bestehen, sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt darüber. Sie werden dann, falls es sinnvoll ist, in einer genetischen Beratungsstelle vorgestellt. Die vorhandenen Risiken werden bewertet und die Möglichkeiten für eine pränatale Diagnostik besprochen.

Eigene Vorerkrankungen

Die häufigsten Erkrankungen, die für eine Schwangerschaft eine Rolle spielen sind:

  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Thromboseneigung
  • Herzerkrankungen
  • Anfallsleiden (Epilepsie)
  • Lebererkrankungen
  • Blutgerinnungsstörungen


Sollte eine solche Erkrankung oder auch eine schwerwiegende hier nicht genannte Erkrankung vorliegen, dann sprechen Sie mit Ihren Arzt über Ihre Familienplanung.
Es erfolgt eine Risikoanalyse für Schwangerschaft und Geburt. Darüber hinaus ist es oft sinnvoll, im Vorfeld der Schwangerschaft aktuelle Analysen der Erkrankung (Kontrolle des Krankheitsverlaufs) vorzunehmen. So sollte beispielsweise bei Diabetes eine scharfe Einstellung des Blutzuckers erfolgen.

Denkbar notwendige Maßnahmen:

  • Kontrolle der Erkrankungssituation
  • Dosisanpassung der Medikation
  • Alle regelmäßig eingenommenen Medikamente müssen auf in der Schwangerschaft erlaubte Medikamente umgesetzt werden.
  • Soweit möglich sollten irgend verzichtbare Medikamente ärztlich begleitet abgesetzt werden.
  • Die Hausapotheke ist zu überprüfen (z.B. kein Aspirin in der Schwangerschaft).

 

Vorbeugende Maßnahmen vor Eintritt der Schwangerschaft:

Einnahme von Folsäure

Folsäure reduziert das Risiko für das Auftreten von Neuralrohrdefekten wie offener Rücken. Die Einnahme von Folsäure sollte bereits vor Eintritt der Schwangerschaft erfolgen. Die Einnahme wird in einer Dosis von 0,4 mg/Tag in den Leitlinien empfohlen. Neuerdings werden in der Literatur sogar 0,8 mg/Tag angeraten.

Impfungen

Viele Impfungen sind in der Schwangerschaft erlaubt. Sinnvoll ist es dennoch, geplante Impfungen bereits vor der Schwangerschaft durchzuführen.
Auf jeden Fall sollte der Immunschutz gegen Röteln vor der Schwangerschaft überprüft werden.

In Abstimmung mit Ihrem Arzt kann auch die Kontrolle der Antikörpertiter gegen

  • Windpocken
  • Toxoplasmose
  • Zytomegalie
  • Parvoviren (Ringelröteln)
  • Hepatitis B und C
  • HIV
  • Keuchhusten

sinnvoll sein.

Eine Impfung gibt es bei den oben genannten Infektionen nur gegen Röteln, Windpocken, Keuchhusten und Hepatitis B.

Eine Impfung im Vorfeld einer Schwangerschaft verhindert eine Übertragung dieser Erkrankungen aus dem familären Umfeld.

Früherkennungsuntersuchung

Es ist anzuraten, bereits im Vorfeld einer Schwangerschaft eine Früherkennungsuntersuchung beim Frauenarzt durchführen zu lassen. Wichtig ist das Erkennen von Zellveränderungen am Muttermund, die Feststellung von Muskelknoten der Gebärmutter, Veränderungen der Eierstöcke und die Feststellung von Erkrankungen der Brust. Sich hieraus ergebene Behandlungsnotwendigkeiten sollten vor der Schwangerschaft erfolgen.

Ernährungsumstellung

Die Ernährung in der Schwangerschaft sollte vitaminreich, reich an Gemüse und reich an Ballaststoffen sein.
Es ist auf reichlich Flüssigkeitszufuhr zu achten.
Spätestens mit Eintritt der Schwangerschaft sind Alkohol und Nikotin zu vermeiden.

Der Kaffeekonsum ist auf 2-3 Tassen pro Tag zu beschränken.

Suchtmittel sind in der Schwangerschaft absolut zu vermeiden. Sollten in der Vergangenheit Suchtmittel konsumiert worden sein, lassen Sie sich beraten, inwieweit auch aus früherem Konsum Schäden für ein Kind zu befürchten sind.

Genetische Beratungsstellen

Universität Göttingen
Genetische Beratungsstelle
Heinrich-Düker-Weg 12
D-37073 Göttingen
Tel.: 0551/39-7591
Fax: 0551/39-9303
E-Mail: bzoll1@gwdg.de

Frau Dr. Susanne Morlot
Georgstrasse 50 (gegenüber der Staatsoper)
D-30159 Hannover
Tel.: 0511-301 795 118
Fax: 0511-301 795 119
E-Mail: Genetik@dr-morlot.de
Internet www.wagnerstibbe.de

Besuchszeit: Täglich von 8 bis 20 Uhr

Kontakt

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Frauenklinik

Chefarztsekretariat
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Forster Weg 34
37603 Holzminden
T (05531) 705-309
F (05531) 705-186
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IHR ÄRZTETEAM

Dr. med. Henning Grastorf

Dr. med. Henning Grastorf

Chefarzt Frauenklinik

Dr. med. Christine Grastorf

Dr. med. Christine Grastorf

Oberärztin Frauenklinik